12. Oktober 2016

|Anzeige| Philips HR1921/20 Avance Entsafter

Gerade bei technischen Geräten weicht das endgültige Testurteil häufig vom ersten Eindruck ab. Manchmal ist der erste Anschein super und man fällt in große Begeisterung, am Ende steht das Gerät dann aber doch ungenutzt in der Ecke. Andersrum kann man zu Beginn große Startschwierigkeiten haben, lernt das Gerät im Laufe der Zeit aber immer mehr kennen und lieben. In diesem Post könnt ihr nachlesen, welchen ersten Eindruck der Philips HR1921/20 Avance Entsafter auf mich gemacht hat, welche Erfahrungen ich während des Testzeitraums gemacht habe und warum ich das Gerät am Ende nicht behalten habe.



Der Zusammenbau des Entsafters war sehr leicht. Ich habe mich dabei an die Abbildung des Produkts auf der Verpackungskartonage sowie an die Gebrauchsanleitung gehalten. Ich mag übrigens keine Gebrauchsanleitungen, die man erst 10 Mal auseinanderfalten muss, bis man sie lesen kann. Ein kleines Heftchen wäre mir lieber gewesen. Aber nun, das nennt man wohl Luxusprobleme. Wie ich die einzelnen Teile zusammenstecken musste wusste ich also schnell. Einzig der silberne Bügel lies sich nicht nur mit viel Kraft an Ort und Stelle fixieren. 


Nachdem ich einen geeigneten Platz in der Küche gefunden hatte, machte ich zunächst einen Spülgang mit klarem Wasser. In der Beschreibung stand, dass man 400-700 ml Wasser durch die Öffnung geben und das Gerät auf Stufe 2 stellen soll, um die Quick Clean Funktion zu nutzen. Dies funktionierte an sich ganz gut, doch leider lief nicht das komplette Wasser wieder ab, sondern ein Rest verblieb im Gerät. Ich schraubte die Einzelteile dann wieder auseinander um dieses restliche Wasser auszugießen. Das konnte in meinen Augen so nicht richtig sein, denn das hat nichts mit „quick“ zu tun.


Anschließend wollte ich einen frischen, reinen Birnensaft zubereiten. Wir haben viele Obstbäume im Garten und somit ein Übermaß an gesunden Früchten. Aus dem Grund hatte ich mich auch für dieses Projekt beworben. Vier reife Birnen habe ich mir rausgesucht. Den Stiel trennte ich vorsichtshalber ab, durchgeschnitten oder gar entkernt habe ich sie aber nicht. Sie passten locker durch die Öffnung des Entsafters. 


Ich war mir nicht sicher, ob man die Öffnung erst mit Obst füllt und den Entsafter anschließend anstellt, oder ob man ihn erst anstellt und danach das Obst einwirft. Beide Varianten funktionieren, trotzdem wusste ich nicht, welche korrekt(er) ist. Vier große, saftige Birnen reichten für zwei Gläser Saft (Stufe). Der Saft war super fein. Er hielt keinerlei Stückchen und war sehr lecker. Ich war erstaunt, wieviel Abfall zusammenkommt. Eigentlich ist dies logisch, denn das Obst wird ja nicht püriert, sondern ausgepresst. Trotzdem kam es mir wie eine Art Verschwendung vor, vor allem wenn man das Obst oder Gemüse extra zum Entsaften einkauft. Dieser Gedanke zog sich durch den gesamten Testzeitraum und hinterließ einen bitteren Beigeschmack zu den sonst so leckeren Säften.


Man kann bei der Zusammenstellung der Säfte sehr kreativ werden oder sich am beigelegten Rezeptheft orientieren. Ich persönlich liebe Smoothies. Diese dürfen gerne dickflüssig sein, denn so kann ich meinem Körper vorgaukeln, dass ich „feste“ Nahrung zu mir nehme. Die geeignete Funktion liefert der Philips Entsafter. Beide Stufen haben mich überzeugt, beide laufen einwandfrei. Stufe 1 zaubert klaren Saft, auf Stufe 2 wird er naturtrüb. Naturtrüb bedeutet in dem Fall, dass der Saft 50% mehr Ballaststoffe enthält.  Philips nutzt hier die „FiberBoost“-Technologie.


Mit der Reinigungsfunktion bin ich nicht ganz warm geworden. Philips bietet hier die „Quick-Clean“-Funktion an. Diese Schnellreinigungsfunktion ist zwar nett, um die letzten Fruchtfleischreste aus dem Gerät zu spülen, reinigt es aber nicht. Zum Reinigen muss ich es auseinander bauen. Einige Teile dürfen in die Spülmaschine. Stelle ich sie alle herein, ist die Spülmaschine fast voll. Daher spüle ich sie lieber per Hand. Dies dauert in meinen Augen ganz schön lange, vorausgesetzt man macht es ordentlich.


Auf den folgenden Bildern könnt ihr sehen, wie ich eine große Menge frischen Apfelsaft zubereite. Ich habe die Äpfel direkt vom Baum gepflückt, keine 10 Minuten später war der Saft bereits in meinem Magen. Frischer geht’s nicht und bio sind sie auch. 


Ich machte mir die Mühe die Äpfel zu halbieren, denn ich wollte sicher gehen, dass keiner von innen faul ist. 


Theoretisch hätten sie aber alle durch die Einfüllöffnung gepasst. Diese ist wegen ihrer Größe echt von Vorteil. Ein halber Eimer Äpfel ergab 2,5 Liter Saft. 


Danach war der Abfallbehälter sehr voll und mir wurde wieder vor Augen geführt, dass ich einen Großteil des Apfels nun wegschmeißen muss. Dies war am Ende der ausschlaggebende Punkt dafür, dass ich das Gerät zurück gegeben habe. 


Ich finde den Entsafter wirklich absolut in Ordnung, er ist kraftvoll und zaubert das perfekte Ergebnis. 


Ich möchte mein Obst und Gemüse aber lieber in den Mixer schmeißen  und mit Wasser verdünnt pürieren, ohne viel Abfall.  Klar, dies ist nicht das selbe, pürieren ist nicht entsaften. Ökologisch gesehen möchte ich aber möglichst wenig wegschmeißen. Dazu kommt auch, dass das Gerät echt riesig und meine Küche verhältnismäßig klein ist. Ich würde den Entsafter wahrscheinlich nur im Herbst benutzen, wenn die Obstbäume reif sind. Den Rest des Jahres würde er nur in der Ecke stehen. Dafür ist er definitiv zu schade, denn das Gerät an sich ist klasse, nur eben nicht für meine Zwecke. Trotzdem bedanke ich mich ganz herzlich bei Konsumgöttinnen und bei Philips, dass ich den Entsafter auf diesem Wege kennenlernen durfte.




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