1. Januar 2017

Die Welt ist klein - Das Miniatur Wunderland

Das Miniatur Wunderland in der historischen Hamburger Speicherstadt ist die größte Modelleisenbahnanlage der Welt. Auf einer Fläche von 1300 m² liegen insgesamt 13.000 Kilometer Gleise im Maßstab 1:87, auf der sich 930 elektronisch gesteuerte Züge bewegen. Der Baubeginn der Anlage war im Jahr 2000. Bis heute sind jede Menge Erweiterungen hinzugekommen und die weitere Planung geht stetig voran. Die Urabschnitte des Miniatur Wunderlands waren Mitteldeutschland mit dem Harz, die fiktive Stadt Knuffingen und Österreich mit seinen Alpen. Anschließend wurden Hamburg und die deutsche Küste fertiggestellt. Hier sieht man alle Sehenswürdigkeiten, die Hamburg zu bieten hat: den Michel, die Landungsbrücken, die Speicherstadt, den Hafen, die Reeperbahn, Hagenbecks Tierpark uvm. Selbst die Elbphilharmonie ist hier schon fertiggestellt. In der nachgestellten Imtech Arena gewinnt der HSV gerade gegen den FC St. Pauli. Der nächste Bauabschnitt war Amerika. Hier bekommen die Besucher u.a. die vielen Lichter von Las Vegas, Miami, den Wilden Westen, den Grand Canyon und die Rocky Mountains in Miniaturform zu sehen. Der Abschnitt Skandinavien hat vor allem ein großes Highlight: ein 33.000 Liter fassendes Wasserbecken mit vielen Schiffen, in dem Ebbe und Flut simuliert werden. Die vier skandinavischen Länder Dänemark, Schweden, Finnland und Norwegen werden auf die vier Jahreszeiten aufgeteilt. Der Schweizer Abschnitt ist geprägt durch die Alpen mit seinen hohen Gipfeln. Im achten Abschnitt bekommt der Ort Knuffingen einen 150 m² Flughafen, den "Knuffingen Airport", auf dem der Flugbetrieb anhand vieler kleiner Flugzeuge und Fahrzeuge simuliert wird. Gearbeitet wird derzeit an den Abschnitten Italien (Eröffnung Ende 2015), Frankreich, England und Afrika (Fertigstellung bis 2020). Die einzelnen Abschnitte gehen alle nahtlos ineinander über, obwohl sie sich in verschiedenen Räumen befinden, welche von den Besuchern abgeschritten werden. Dabei können die Besucher auch den Modellbauern und den Technikern über die Schultern schauen. Über eine große Monitorwand lässt sich z.B. verfolgen wie die Technik geschaltet ist. Auch Miniatureisenbahnen müssen sich schließlich an ihre Fahrpläne halten. Selbst aktiv werden können die Besucher auch. An rund 200 Schaltern können sie verschiedene Vorgänge auf der Anlage steuern. So fangen z.B. Windräder an sich zu drehen oder die kleinen Miniaturmenschen fangen an einen LKW zu beladen. Alles auf Knopfdruck. Was auch sehr schön ist: alle 15 Minuten setzt die Dämmerung ein und die Lichter gehen an. Es wird Nacht in der Miniaturwelt und es gibt ein großes Schauspiel der vielen bunten Lichter. Positiv hervorzuheben ist außerdem die unglaubliche Liebe zum Detail der Modellbauer. Keine Kleinigkeit wird vergessen. Man kann sich im Miniaturwunderland stundenlang aufhalten und hat wahrscheinlich doch nicht alles gesehen. Der Aufenthalt ist ein ganz besonderes Erlebnis, welches schon mehr als zehn Millionen Besucher erleben durften. Es ist absolut jedem zu empfehlen, ob jung oder alt, ob Männlein oder Weiblein, diese Hamburger Attraktion aufzusuchen.























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