1. Januar 2017

Mit der Stena Line nach Schweden

Am letzten Februarwochende 2014 habe ich eine dreitägige Minikreuzfahrt mit der Stena Line nach Schweden gemacht. Vom Schwedenkai in Kiel gibt es eine tägliche Fährverbindung nach Göteborg. Göteborg ist nach Stockholm die zweitgrößte Stadt Skandinaviens. Angekommen in Kiel konnte man direkt gegenüber dem Terminal im Parkhaus für insgesamt 20 Euro parken. Auf der Suche nach einem Mittagssnack muss man in Kiel lange Wege zurücklegen. Die Innenstadt ist zwar voll mit Fressbuden in der Fußgängerzone, richtige Restaurants haben dort aber leider Seltenheitswert. Wieder zurück am Terminal ging es nach dem Check-in zum Boarding über eine lange Gangway. Mit Hilfe des freundlichen Personals ging dieses zügig vonstatten. Die Abfahrt sollte man an Deck der Stena Germanica genießen, denn die Kieler Bucht ist wirklich sehenswert. Da die Reise um 18:45 Uhr losging, sah man den Hafen schön beleuchtet in der Dämmerung. Der Zustand der (Innen-)Kabine war tadellos. Die Einrichtung war zweckmäßig, aber gemütlich. Selbst ein Fernseher mit deutschen Sendern war vorhanden. Die bequemen Matratzen befanden sich allerdings leider in einem Hochbett. Gerade für ältere Passagiere ist es sehr ärgerlich, dass man hier nur gegen einen mächtigen Aufpreis eine Kabine mit normalen Betten bekommt. Auch das Bad war in einem sehr guten Zustand. Die Dusche war groß und bis auf den starken Chlorgeruch wirklich angenehm. Etwas stören tat das sehr laute Heizungssystem, was sich auch nachts nicht abstellen ließ. Zusätzlich wurde man pünktlich um 7 Uhr in der Früh von einer Durchsage des Kapitäns geweckt, was auch nicht unbedingt sein muss. Dieser erinnerte an den Einkauf im Stena Line Shop (hier gibt es schöne Erinnerungsstücke an die Reise, Spirituosen und Naschereien, Beautyprodukte und Parfums u.v.m.) und an das Frühstücksbuffet. Dieses war sehr reichhaltig und für den günstigen Preis (13 Euro pro Person) wirklich top. So ließen sich schon morgens die Fahrt entlang der schwedischen Küste und die Einfahrt in den Göteborger Hafen genießen. Dort angekommen ging es mit einem 24-Stunden-Ticket (Kostenpunkt 9 Euro pro Person) mit der Straßenbahn in die Innenstadt. Leider werden seitens der Stena Line keine Stadtrundfahrten mehr angeboten. Touristen müssen die Stadt zur Zeit auf eigene Faust erkunden. Die neun Stunden Aufenthalt können da ganz schön lang werden. Glücklicherweise war die Temperatur in Ordnung, so dass man sich gut draußen aufhalten konnte. Bei Regenschauern konnte man das Nordstan aufsuchen, das größte Einkaufszentrum Skandinaviens. Mit der Fähre Älvsnabben ließ sich gut eine Hafenrundfahrt machen, diese war aber leider etwas betrübt durch den Grauschleier am Himmel. Am späten Nachmittag ging es dann wieder zurück auf die Stena Germanica und die Reise ging gen Heimat. Für 36 Euro pro Person konnte man es sich abends am Taste All-Inclusive-Buffett gut gehen lassen. Hier gab es alles was das Herz begehrte, von typisch skandinavischen Gerichten (z.B. Köttbullar) über Meeresfrüchte, verschiedenen Fleischsorten, Salaten bis hin zu leckeres Desserts (Eis und Kuchen). Bier und Wein zum Selbstzapfen, Kaffee und alle Softdrinks waren inkl. Unterhaltung aus der angrenzenden C-View Lounge im Preis enthalten. Dort gab es ein nettes Programm eines recht guten Sängers. Auf dem Schiff gab es noch einige weitere gastronomische Einrichtungen, die ich aber nicht genutzt habe und somit nicht beurteilen kann. In diesen öffentlichen Bereichen funktionierte mit Glück auch das kostenlose WiFi. Pünktlich um 9.15 Uhr am letzten Morgen lief die Stena Germanica dann wieder in Kiel ein und die Reise war leider schon zu Ende. Man merkt deutlich, dass die Stena Germanica kein Kreuzfahrtschiff wie etwa die Color Line, sondern eben ein Fährschiff, ist. Trotzdem lässt sich mit der Stena Line bei einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis angenehm reisen. Bis auf die kleinen aufgeführten Mankos kann ich diese Minikreuzfahrt also definitiv weiterempfehlen.












Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen